NWAG-NRW e.V., Neufundländer Wasserarbeitsgruppe NRW Jetzt mitmachen
Geschichte

Geschichte der Wasserarbeit.

Vom Fischerhund auf Neufundland zum strukturierten Hundesport. Eine kurze Reise durch die Wurzeln dessen, was wir heute am Wolfssee trainieren.

Ursprung

Die Hunde der Fischer von Neufundland.

Auf der kanadischen Insel Neufundland half ein großer, kräftiger Hund den Fischern bei der Arbeit. Er holte Netze ein, brachte Leinen zwischen Booten und Land, transportierte Nachrichten und zog Menschen aus dem Wasser. Aus dieser Arbeit wuchs der heutige Neufundländer als Rasse, und mit ihm das Fundament dessen, was wir heute Wasserarbeit nennen.

Auf dem Weg nach Europa

Der Mythos Wasserrettung.

Ende des 18. Jahrhunderts kam der Neufundländer nach England. Mit ihm kam der Mythos vom Wasserretter. Aus diesen Importen entstanden über die nächsten Jahrzehnte sportliche Wettbewerbe in mehreren Ländern. Auch die englischen Apportierhunde, die Vorfahren der heutigen Retriever, sind ohne den Einfluss des Neufundländers in heutiger Form nicht denkbar.

Parallel-Tradition

Die kleineren Wasserhunde.

In wärmeren Regionen arbeiteten kleinere Wasserhunde mit den Fischern. Der portugiesische und der spanische Wasserhund sind die bekanntesten Vertreter. Ihre Stärke lag in Geschicklichkeit und Tauchen, sie setzten Bojen, holten Netze heraus und überbrachten Botschaften zwischen Booten. Diese Tradition lebt heute in eigenen Disziplinen weiter und hat Eingang ins moderne deutsche Regelwerk gefunden.

Vom Brauch zum Sport

Strukturierung in Deutschland.

In Deutschland ist die Wasserarbeit als Hundesport im DVG, dem Deutschen Verband der Gebrauchshundsportvereine, organisiert. Das aktuelle Regelwerk hat seinen Ursprung im Stand 2014 und wurde 2016 um die Arbeitsrichtungen Potpourri und Teamarbeit erweitert. Damit öffnete sich die Disziplin für Hunde, deren Anatomie nicht zur klassisch schweren Wasserarbeit passt.

International

Vom FCI-Reglement bis zum European Open.

Über die nationalen Grenzen hinweg gibt die FCI mit den „Regulations for International Competitions for Waterwork Dogs" und den „Guidelines for the European Open Championship for Waterwork Dogs" einen verbindlichen Rahmen vor. Treibende Kraft hinter der internationalen Vereinheitlichung war eine Initiative aus Deutschland im Jahr 2017, an der sich sieben Länder beteiligten. Heute treffen sich die stärksten Teams Europas regelmäßig zu offiziellen Wettkämpfen.

Heute am Wolfssee

Die NWAG.NRW steht in dieser Tradition.

Wir trainieren in Duisburg auf einem Trainingsplatz, der seit Jahrzehnten Wasserarbeit-Geschichte schreibt. Vom ersten DVG-Training bis zur ersten VDH Deutschen Meisterschaft im Jahr 2023 ist der Wolfssee einer der wichtigen Schauplätze der deutschen Wasserarbeit-Szene.

Chronik der NWAG.NRW
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